Desmopressin

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Indikation: Blutung(sgefahr) aufgrund von-Willebrand-Syndrom oder ASS-Wirkung
Dosierung: 0,3 – 0,4 µg/ kg KG (Anm.: entspricht etwa einer 4µg-Ampulle pro 10 kg KG)
als Kurzinfusion über 30 Minuten
Nota bene: Desmopressin sollte nicht beim von-Willebrand-Syndrom Typ 2b eingesetzt werden. Desmopressin besitzt eine leichte fibrinolytische Wirkung. Strenge Indikationsstellung bei bestehender Niereninsuffizienz.
Präparatenamen: Minirin®

Anmerkung: Desmopressin (Minirin®). Desmopressin (DDAVP) wirkt über verschiedene Mechanismen prokoagulatorisch; hierzu gehört vor allem die Freisetzung des von-Willebrand-Faktors (vWF) aus dem Endothel. Der vWF vermittelt die Adhäsion von Thrombozyten am Subendothel der Verletzungsstelle. Auch kann der vWF neben Fibrinogen zur Aggregation von Thrombozyten beitragen. Darüber hinaus stimuliert Desmopressin Thrombozyten auf unspezifische Weise. So wird dieses Präparat bei verschiedenen Typen des von-Willebrand-Syndroms eingesetzt (nicht bei Typ 2b) und kann eine ASS-bedingte Blutungsneigung abschwächen. Die Dosierung beträt 0,3 µg/kg als Kurzinfusion, die Wirkung tritt ca. 30 nach Applikation ein. In seltenen Fällen kann es klinisch von Bedeutung sein, dass Desmopressin auch einen schwachen antikoagulatorischen Effekt entfalten kann: Das Präparat kann durch Freisetzung von Plasminogenaktivator fibrinolytisch wirken und damit die Auflösung eines gerade entstandenen Gerinnungsthrombus begünstigen. Diesem fibrinolytischen Effekt kann durch die Gabe des Antifibrinolytikums Tranexamsäure entgegen gewirkt werden.

Fachinfo: Minirin®Mehr unter FAQ: Desmopressin